Bye bye Android

Die Nachrichten über Sicherheitslücken in Android reißen nicht ab. Die bekannteste Stagefright Sicherheitslücke betrifft ca. 95% der aktuell eingesetzten Android Geräte. Auch wenn Google die Lücken in aktuellen Versionen geschlossen hat, profitieren davon nur wenige Kunden.

Das Problem wird durch die Updatepolitik von Android potenziert. Es reicht nicht, dass Google Updates mit einem neuen Release veröffentlicht und dies an seine eigenen aktuellen Nexus Geräte ausliefert. Für alle anderen Smartphones und Tablets müssen die Updates zunächst vom Gerätehersteller modifiziert und freigegeben werden und dann bei Smartphones noch vom Netzbetreiber veröffentlicht werden. Somit dauert es oft Monate, bis ein Update beim Kunden ankommt.

Doch viele Hersteller sparen an der Stelle und reichen die Updates nicht an die Kunden, besonders dann, wenn die Geräte schon etwas älter sind. Je nach Geräteklasse gibt es schon nach einem Jahr und früher keine Updates mehr. Ob dies nun die Top Geräte vom letzten Jahr sind (Galaxy S5 oder auch das HTC One M7), oder ältere Modelle, die als Einsteiger Geräte verkauft werden, aber bestenfalls noch mit einem Android 4.4 ausgeliefert werden ohne Aussicht auf ein Update.

Es werden also Smartphones und Tablets verkauft, die bereits bei der Anschaffung Schrottwert haben. Durch die kurze Update Versorgung werden kurze Produktzyklen erreicht, von denen lediglich die Hersteller profitieren.

Ich komme zu dem Schluss, dass eine Empfehlung für Android Geräte im Grunde nicht ausgesprochen werden kann, es sei denn, man greift zu einem Google eigenen Gerät. Wobei auch hier die versprochene Updatezeit recht gering sein kann. Solange Android Updates nicht an Hersteller und Netzbetreiber vorbei an den Kunden ausgeliefert werden, bleibt Android ein Sicherheitsrisiko.

Auch wenn ich an sich mit Android sehr zufrieden bin, werde ich dem System nun den Rücken zuwenden. Was wird meine Alternative? Windows 10, bzw. Windows Phone! Denn wenn auch Windows Phone und insbesondere die Apps noch viel Entwicklungspotential haben, so macht Microsoft eins genau richtig: Updates werden direkt ausgeliefert. So wird man hier dann bald lesen können, wie der Umstieg gelingt und Windows 10 auf dem Tablet und Smartphone einem Ex-Androidler gefällt. (hri)

 

 

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