GALAXY Note 10.1 2014 Edition – ein Tablet für Kreative

noteSamsung hat das GALAXY Note 10.1 neu aufgelegt und hat damit ein neues Top Tablet auf den Markt gebracht. Dies gibt es in den Varianten mit LTE oder nur WiFi. Der Preis in den Shops variiert je nach Ausstattung zwischen ca. 450 und 520 Euro. Was alles in dem Tablet steckt, werde ich hier zeigen. Getestet habe ich das Note mit LTE und 16GB Speicher (SM-P605).

Achtung!  Auf Grund der bestehenden Sicherheitslücken und der Tatsache, dass Samsung für dieses Tablet keine Updates mehr veröffentlicht, kann für das GALAXY Note 10.1 2014 Edition KEINE KAUFEMPFEHLUNG ausgesprochen werden.  (08.11.2015)

 

Lieferumfang
Das Note 10.1 2014 ist in einem schlichten Karton verpackt. Mit dabei sind neben dem Ladegerät und eine Kurzanleitung noch Ersatz Stiftspitzen mit Werkzeug. Die Verpackung lässt nicht auf ein Edles Gerät schließen und das „Auspackgefühl“ ist z.B. bei den Billigtablets von Odys deutlich hochwertiger. Aber es kommt ja auf den Inhalt an.

Die technischen Werte
Das Note kommuniziert mit der Außenwelt über Infrarot Schnittstelle, Bluetooth 4.0, WLAN 802.11a/b/g/n/ac, 2G (GSM/GPRS/EDGE), 3G (HSPA+) und 4G (LTE). Mit dem PC kann das Note über KIES bzw. KIES Air synchronisiert werden.
Ausgeliefert wird das Note mit Android 4.3, das Update auf Android 4.4 (KitKat) wird aber nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Das brillante 10,1″ WQXGA Super clear LCD mit einer Auflösung von 2.560×1.600 Pixeln und einer Auflösung von 16M Farben stellt Bilder und Schrift hervorragend und knack scharf dar.
Angetrieben wird das Note von einer Qualcomm Snapdragon 800 CPU mit 4x 2,3 GHz (1,9 GHz in der Wi-Fi Ausführung). Zusammen mit den 3GB DDR3 Arbeitsspeicher genug Dampf, für flüssiges arbeiten. Im Ranking der schnellsten Tablets belegt das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 idR. einen der oberen drei Plätze (Stand Mai 2014 abhängig vom Benchmark Test).
Bilder lassen sich mit zwei Kameras machen. Einer Rückkamera mit 8 Megapixel und Blitz und einer 2MP Frontkamera. Das Note verfügt leider nur über einen Micro USB 2.0 Anschluss, worüber das Tablet auch aufgeladen wird und als Mobile High-Definition Link Schnittstelle (MHL) herhalten muss.
Über einen MicroSD Slot kann der Speicher um bis zu 64GB erweitert werden.
Die Ladezeit des stattlichen 8.220 mAh Akku über das mitgelieferte Steckernetzteil kann bis zu 4 Stunden dauern. Die Nutzungsdauer ist natürlich abhängig von der Nutzungsart und Displayhelligkeit. Samsung nennt für die Internetnutzung eine Zeit von bis zu 9 Stunden.

Der erste Eindruck
Die Verarbeitung des Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition ist ordentlich und macht einen hochwertigen Eindruck. Dies darf man für diesen Preis auch erwarten. Die Lederoptik der Rückseite und der metallene Rand lassen es aber auch Edel aussehen. Das Display erzeugt einen echten Wow-Effekt, da gibt es was auf die Augen. WLAN und 3G/4G Empfang sind erwartungsgemäß sehr gut. Hier patzen andere Hersteller mit einer Aluminiumrückseite gerne. Die Kunststoffrückseite des Note dämpft den Empfang aber nicht sonderlich.
Beim ersten Start können Dropbox, Samsung und Google Konto angelegt werden. Bei Dropbox gibt es für die ersten zwei Jahre 50GB Speicher. Das Note wirkt dann erst mal etwas überfrachtet mit den Widgets und Apps, die Samsung vorinstalliert hat.
In der Bedienung findet man sich schnell zurecht. Anwendungen laufen geschmeidig.

Der Praxistest
Vorweg muss ich sagen: der Praxistest ist nur bedingt Objektiv. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Jeder Benutzer hat andere Anforderungen und Anwendungsfälle. So ist die Infrarotschnittstelle im Zusammenhang mit WatchOn ist sicher für den Ein oder Andern ein nützliches Feature. Es erfüllt seinen Zweck und die Geräteerkennung funktioniert recht ordentlich, so dass das Note tatsächlich als Fernbedienung herhalten kann. Interessant ist hier definitiv die TV Vorschau mit der Möglichkeit, direkt aus der App den richtigen Kanal einzustellen. Leider funktionierte dies mit meinem betagten Unitymedia Receiver nicht wirklich gut. Über diesen kurzen Test hinaus verwende ich diese Funktion aber nicht.

Die täglichen Aufgaben erledigt das Note 10.1 tadellos, sei es Internetsurfen, eBooks lesen, Newsapps (Spiegel online z.B.), Facebook und andere soziale Netzwerke, Mailing und Terminverwaltung.
Die Softwaretastatur ist in der Standardeinstellung einfach zu groß. Im Querformat nimmt sie die Hälfte des Bildschirms ein. Die Tastatur lässt sich „schwebend“ verwenden, dann ist sie kleiner und kann positioniert werden. Alternativ empfehle ich Swiftkey oder „Hacker’s Keyboard“.
GPS Positionierung funktioniert flott und präzise. Im Zusammenhang mit OsmAnd+ ist das Note also auch bei der Navigation durch Großstadtdschungel oder deutsche Wälder ein guter Begleiter.

Bis hierhin würden auch andere Tablets hervorragend ihren Dienst verrichten. Doch das Note bietet einige Dinge, die einem das digitale Leben erleichtern. Wirklich praktisch finde ich Multi-Window. Über das Multi Windows tray lassen sich zwei Anwendungen starten, die dann nebeneinander bzw. untereinander dargestellt werden. Wird eine der beiden Anwendungen geschlossen, maximiert sich die verbleibende App auf das gesamte Display. Besonders zum bloggen finde ich dies praktisch. Links recherchieren und lesen, auf der rechten Seite in WordPress schreiben.

Im Internet liest man hier und da, dass das Note verzögert reagiert oder gar ruckelt. Dies kann ich nicht bestätigen. Unter Umständen liegt es aber einfach daran, dass die Benutzer den Arbeitsspeicher auf sein Limit gefüllt haben. Über einen langen Druck auf die Hometaste wird der Taskmanager geöffnet. Hier hat man die Möglichkeit Anwendungen zu schließen (einzeln, oder alle) und auch den Speicher frei zu räumen.

Von den Samsung Apps gefallen mir besonders gut „S Note“ und „SketchBook for Galaxy“. Hier kommt auch der Stift erstmals sinnvoll zum Einsatz. Handschriftliche Notizen und Skizzen gehen leicht von der Hand. Wer sich kreativ austoben möchte, kann dies mit SketchBook oder ähnlichen Apps machen (z.B. Adobe Photoshop touch, welches nicht im Lieferumfang ist). Apps zur Bildbearbeitung lassen sich mit dem Stift deutlich präziser bedienen.
Die Handschriftenerkennung ist erstaunlich gut, selbst bei Schreibschrift.
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GALAXY Note 10.1 2014 rooten
Wer Apps auf seinem Note ausführen möchte, die Root Rechte benötigen, muss sein Tablet rooten. Im Internet kursieren derzeit diverse Anleitungen zu diesem Thema. Problematisch ist dabei, dass unter Umständen ein Verlust der Garantie droht. Generell gilt beim rooten auch, dass die Möglichkeit besteht, dass das Gerät anschließend nicht mehr funktioniert (brick). Auch wenn dies idR. nur bei Anwenderfehlern passiert, muss es der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Eine ordentliche Anleitung habe ich bei PocketPC.ch gefunden. Wichtig! Ich habe die dort beschriebene Vorgehensweise nicht getestet. Rooten erfolgt IMMER auf eigene Gefahr.

Fazit
Zum aktuellen Straßenpreis von ca. 450 Euro erhält man ein absolut wertiges und performantes Tablet, welches wohl den meisten Anforderungen gewachsen sein wird. Besonders für Anwender, die kreativ tätig sein wollen, oder unterwegs Notizen und Skizzen anfertigen wollen, kann ich das Note nur ans Herz legen.

Langzeiterfahrungen werde ich bei Zeiten nachreichen.

Update 17.07.14: GALAXY Note 10.1 2014 LTE KitKat Rollout
Seit kurzem läuft auch das Rollout für KitKat auf die LTE Variante (SM-P605). Neben den Neuerungen, die mit KitKat kommen, soll sich auch die Leistung und die Akkulaufzeit des Note verbessern. Die Sinnvollste Neuerung dürfte die Unterstützung von Drucken über WLAN sein, die ich aber noch nicht testen konnte. (hri)

 

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