Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat in den letzten Tagen viel Kritik einstecken dürfen, weil der Konzern die deutsche Produktionsstätte in Bochum schließt. Nachdem heute bekannt wurde, dass Nokia 2007 Rekordgewinne eingefahren hat, wächst die Kritik zunehmen zu Verärgerung in der breiten Bevölkerung.
Nachdem Nokia in den Neunzigern 55,5 Millionen Euro Subventionen für den Aufbau einer Handyfabrik in Bochum kassiert hat, ist dem Konzern die deutsche Produktionsstätte nun zu teuer und zieht um nach Rumänien, wo die Personalkosten deutlich tiefer liegen. Ironischer Weise hat Nokia aber im letzten Jahr einen Rekordgewinn erzielt und die Aktie ist nach oben geschnellt. Trotzdem rückt Nokia nicht davon ab, das Werk Bochum zu schließen. Zu guter Letzt erhalten die Nokia Mitarbeiter nun also einen dicken Bonus auf ihr Gehalt, "zusammen mit der Kündigung". (hri)