Das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen fordert, dass die 41 Millionen Euro Subventionen zurück gezahlt werden müssen, die Nokia während 1998 und 1999 erhallten hatte. Bedingung für den Erhalt der Subventionen war die Schaffung von 2860 Arbeitsplätzen, die Nokia laut NRW nicht eingehalten hat. Dies sieht Nokia allerdings völlig anders und betrachtet die Forderung als erfüllt.
Die NRW.Bank kam in einer Überprüfung zu dem Schluss, das Nokia die Bedingungen der Subventionen nicht eingehalten hat und seit 2002 weniger als 2860 unbefristete und sozialversicherungspflichtige Stellen angeboten hat. Focus Online liegen Informationen vor, dass sogar Leiharbeiter und ausgelagerte Arbeitsplätze mit in die Berechnung der geschaffenen Arbeitsplätze eingeflossen seien. Die Finnen jedoch behaupten seit 2001 die Anzahl der Mitarbeiter auf durchschnittlich 320 erhöht zu haben und Mitarbeiter von Drittfirmen beschäftigt zu haben. Zu der Anzahl der Mitarbeiter aus Drittfirmen machte Nokia jedoch keine Angeben und sichert ebenfalls nicht zu ob die 2860 Stellen nach 2002 bereit gestellt wurden.
Die Finnen äußern sich wie folgt hierzu: "Bedingung für den Erhalt der Subventionen im Rahmen des Ausbaus des Standorts Bochum war die Schaffung von 2.860 Arbeitsplätzen. Dies hat Nokia mehr als erfüllt." Nokia und die Deutsche Bank sind auf Basis der verfügbaren Daten davon überzeugt, dass die Rückforderung unbegründet ist. Die Deutsche Bank agiert im Auftrag von Nokia als Hausbank.
Nokia habe alle relevanten Daten dauerhaft an die NRW-Bank weitergeleitet und nie Beanstandungen erfahren. Laut Nokia wurde dem Konzern die Einsicht in die Akten verwehrt, sodass es für den Konzern nicht nachvollziehbar sei, wie die NRW-Bank auf diesen Entschluss kommt. (cpi)