Die Verbreitung des mobilen Internet schreitet unentwegt voran. Thorsten Dirks, Chef des Mobilfunk-Anbieters E-Plus, sagte in diesem Zusammenhang gegenüber der “Berliner Zeitung“ auch eine Wende bei den Handygesprächen voraus. Dirks ist der Meinung, dass in einigen Jahren die wirtschaftlichere Paket-Datenübertragung die Vermittlung von herkömmlichen Mobilfunkgesprächen verdrängen werde. Langfristig werde sich die Geschäftsstruktur dem der Festnetz-Internet-Provider angleichen. “Der Kunde wird einen Pauschalpreis für unbegrenzten Datenverkehr zahlen und kann sich auf sein Handy eine Internet-Telefoniesoftware installieren, über die er dann alle Gespräche ohne weitere Zusatzkosten führt“, so Dirks in der BZ.
Dirks sieht allerdings keine Gefährdung für E-Plus, insofern man sich auf die Veränderungen des Marktes einstelle. Seiner Meinung nach werde die Mobilfunk- Branche auch weiterhin gute Umsätze erzielen, nur eben mit Datenanschlüssen.
Eine gewisse Analogie zu Dirks Prognose hat sich in den letzten zwei Jahren bereits bei den DSL-Anbietern vollzogen. Im Zuge der preislich immer günstigeren DSL-Komplett-Pakete ist bei den meisten Providern eine
DSL-Telefonflatrate enthalten. Die Telefon-Gespräche werden dabei nicht mehr über den analogen Teil der Leitung transportiert, sondern über den digitalen Frequenzbereich als Daten-Pakete. So konnten die Internet- Provider ihren Kunden uneingeschränktes Telefonieren in das deutsche Festnetz zum monatlichen Festpreis von rund 7 Euro anbieten - Mit großem Absatzerfolg. (eingesandte News, cpi)