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internetinternet : AOL Zensur?
am 18.04.2006 10:14:18 (578 x gelesen)

Bereits mehrere Forenbetreiber haben gemeldet, dass deren Mails bei AOL Usern nicht mehr ankommt. Aber erst ein populärer Fall schafft es in die Medien.




AOL und andere Email-Anbietern haben Pläne in der Schublade, wonach elektronische Post in zwei Klassen unterteilt wird. So haben in Foren bereits Webmaster von Fällen berichtet, wonach deren User angeblich die Registrierungsbestätigung nicht erhalten haben. Auch mit Newsletter gab es immer mal Probleme. Eine Fehlermeldung von AOL deckte den Grund dafür auf. Die Mails von den betroffenen Domains wurde als Spam identifiziert und schlicht nicht angenommen.

Nun wurde eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation von dieser Art der Zensur betroffen. Die Bürgerrechtsorganisation MoveOn.org versandte Emails an Unterstützer einer Petition, die sich gegen diese Pläne ausspricht. Allerdings erhielten AOL-Nutzer diese Nachricht nicht. Beschwerden wurden mit dem Hinweis abgefertigt, es handle sich um Spam.

Erst als die Proteste lauter wurden hat AOL diesen Filter wieder entfernt. Zumindest in Deutschland dürfte diese Vorgehensweise rechtlich nicht einwandfrei sein. So gibt es bereits entsprechende Gerichtsurteile, wonach nur der Empfänger selbst entscheiden kann, was Spam ist und was nicht. In diesem Fall hatte der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern die private Internetnutzung am Arbeitsplatz zwar erlaubt, aber Spam gefiltert, ohne diese davon zu informieren und ohne deren Einflussnahme.

Welches Recht nimmt sich also AOL herraus, für deren Kunden zu entscheiden, was diese empfangen möchten und was nicht? (hri)

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