Der Softwareriese Microsoft macht den nächsten Schritt zu einem "ehrlicheren" Windows. Die überarbeitete Version der Windows Echtheitsüberprüfung - der sog. Windows Genuine Advantage Check - sorgt in Verbindung mit dem dazugehörigen Windows Genuine Advantage Notification Programm für eine verschärfte Vorgehensweise bei raubkopierten Windows-Installationen.
Wobei auch diesmal nicht mit harten Bandagen gekämpft wird. Laut jüngsten Berichten aus Dänemark (dort kommt das Notification Programm bereits zum Einsatz, mehr dazu im nächsten Abschnitt) soll es trotz nicht bestandener Echtheitsüberprüfung möglich sein, zumindest Sicherheitsupdates installieren zu können.
Microsoft möchte mit der neuen Echtheitsüberprüfung und dem dazugehörigen Notification Programm die Besitzer einer unrechtmäßig erworbenen Windows-Kopie wohl dazu "motivieren", diesen Missstand zu beheben. Das per automatischen Updates installierte Notification Programm erinnert ein wenig an unliebsame Adware. Denn wenn die Echtheitsüberprüfung nicht erfolgreich war, werden verschiedene Benachrichtigungen ausgegeben. So soll auch nach jedem Login eine Sprechblase den Anwender nochmal an diesen Missstand erinnern - natürlich mit der Option gleich eine legale Version zu erwerben. Durch die Einstellung "
Später benachrichtigen" wird auf dem "gesperrten" Desktop eine Art Bannerschriftzug geschaltet, der den Hinweistext ausgibt:
"Möglicherweise sind Sie ein Opfer von Softwarepiraterie geworden. Die auf Ihrem Computer installierte Kopie von Windows wird von Microsoft nicht als Originalversion eingestuft."
Microsoft hat bereits einen entsprechenden Knowledge Base Artikel (KB905474) veröffentlicht. Dort findet sich die dt. Übersetzung der englischsprachigen Beschreibung zu "Windows Genuine Advantage Notifications", zu dem die überarbeitete Echtheitsprüfung von Windows gehören wird. (bba)