Odys Noon – Update und root

In diesem Artikel möchte ich zeigen wie man mit dem Odys Noon ein Firmwareupdate macht und sich root Rechte verschafft. Zunächst beschreibe ich, wie man das Tablet auf den neusten Stand bringt und danach, wie man es rootet. Spezielle Kenntnisse sind dafür nicht Notwendig.

Als erstes der Hinweis: Die nachfolgende Beschreibung basiert auf einem Odys Noon „classic“. Bei dem i970 handelt es sich um eine andere Hardwarebasis, so dass es hier Abweichungen geben  kann. Bitte die Herstelleranleitung befolgen. Der Test erfolgte auf einem PC mit Windows 7 (64bit).
Wichtig: auch wenn das nachfolgende bei mir funktioniert hat, erfolgt das Updaten und Rooten immer auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Gewährleistung. Beim rooten kann es zu Garantieverlust kommen.
Das Tablet bitte vorher aufladen.

Die Treiber und aktuelle Firmware befinden sich beim Hersteller unter Software. Das „classic“ gehört zu der Seriennummer 47xxxxxxxxxxx. Die Zip Datei auf dem PC herunterladen und in einem Verzeichnis entpacken.  Die Datei „update_DS975H-ODYS.img“ ist die aktuelle Firmware.

Wenn man das Odys Noon zum ersten mal an dem PC anschließt, dann schlägt die automatische Treiberinstallation fehl. Das liegt daran, dass es keine signierten Treiber für das Tablet gibt. Zur manuellen Treiberinstallation muss man in den Gerätemanager gehen. Am schnellsten kommt man dahin, indem man einen rechten Mausklick auf Computer macht und dann Eigenschaften auswählt.

 

Dort findet man nun ein unbekanntes Gerät. Für dieses installiert man nun den Treiber und wählt das Verzeichnis aus, in dem die Zip Datei entpackt wurde. Da der Treiber nicht bei Microsoft signiert wurde, kommt eine Sicherheitsabfrage. Hier muss bestätigt werden, dass man die Treibersoftware trotzdem installieren will.

Dieser Schritt wird später für den RK30 Chipsatz wiederholt werden müssen.

Odys Noon aktualisieren

Achtung, bei dem Update auf eine neue Firmware gehen ALLE Daten verloren.

Jetzt muss man das Tablet ausschalten, in dem die Lautstärke Minus und den Powerknopf zeitgleich gedrückt werden – den Screenshot gilt es zu ignorieren.

Im ausgeschalteten Zustand die Lautstärke Minus Taste drücken und bei gedrückter Taste den USB Stecker in das Gerät stecken, USB-PC, nicht USB-Host! Erkennt Windows ein Gerät, kann die Taste losgelassen werden.

Windows kennt keinen Treiber für das USB Gerät, also muss die Prozedur von Oben wiederholt werden, nur das diesmal der Treiber für den RK30 Chipsatz installiert wird.

Wurde das Tablet vom PC erkannt, kann die Minus Taste loslassen und das Update tool gestartet werden: RKBatchTool.exe Es sollte sich dann folgendes Bild bieten, wobei die Firmwaredatei noch gewählt werden muss.

Wenn „Connected Devices“ grün ist, kann über „Upgrade“ das Update gestartet werden. Die Prozedur ist beendet, wenn das Bild so aussieht.

 

Das Odys Noon bootet nun normaler Weise von selbst und der Bootvorgang dauert länger als gewöhnlich. Genug Zeit also, um erst mal einen Kaffee zu holen. Sollte das Noon nicht neu starten, dann kann das behoben werden, in dem man den reset drückt und dann manuell neu startet. Der Bootvorgang dauert auch dann länger als normal.

Das Odys Noon rooten

Nachdem wir mit dem Update die Basics hinter uns haben, machen wir uns ans Eingemachte. Meine Versuche das Noon zu rooten, indem ich vorher das CWM Recovery installiere und damit dann „CWM SuperSu“ sind leider fehl geschlagen. Deshalb habe ich mich für eine andere Variante entschieden.

Als erstes wird von Google der „Google USB Driver“ benötigt. Es gibt dafür verschiedene Quellen, ich empfehle aber, direkt von Google das Android SDK herunter zu laden. Dies findet man hier: http://developer.android.com/sdk/index.html
Zum Download steht das SDK als 32 Bit und als 64 Bit Version zur Verfügung. Welche Version sich auf dem PC befindet, findet man bei Windows 7 unter: Systemsteuerung\System und Sicherheit\System
Diese Zeile kann einfach in den Explorer (explorer.exe) kopiert werden. Unter Systemtyp steht dann, 64 Bit-Betriebsystem, oder eben 32 Bit-Betriebsystem.

Die heruntergeladene ZIP Datei entpacken und den SDK Manager starten. Mit diesem Manager lassen sich diverse Programme und Komponenten installieren, die für eine Entwicklerumgebung benötigt werden. Unter anderen die „Google USB Driver“, die für ADB benötigt werden. „Google USB Driver“ muss ausgewählt werden und über „Install packages…“ installiert werden.

Als nächstes muss beim Noon in den Entwickleroptionen das USB-Debugging aktiviert werden. Anschließen wird das Noon via USB mit dem PC verbunden.

Mehr wird nicht benötigt. Wird das Odys Noon nun an den PC angeschlossen, findet man im Gerätemanager das Gerät “Android Composite ADB Interface”.

Ist dies vollbracht, muss die Datei Odys_Noon_root.zip am Ende des Artikels herunterladen und in einem Verzeichnis entpackt werden, z.B. C:\Odys\ In diesem Verzeichnis müssen sich dann die Dateien befinden, unter anderen adb.exe (stammt aus dem Android SDK).
Dann die Eingabeaufforderung von Windows (cmd.exe) starten und in das Verzeichnis wechseln:
cd c:\Odys\

Testen der Verbindung mit dem Befehl
adb devices

Als Ausgabe sollte nun zu sehen sein:
adb server is out of date.  killing…
* daemon started successfully *
List of devices attached
0123456789ABCDEF        device

Die Verbindung steht, und wir können los legen. Die Befehle sind dem Script von sparkym3 von xda-developers.com entnommen. Dieses Script ist eine reine Batchdatei mit ein wenig englischsprachiger Kommentierung… und es kann Probleme bereiten, wenn das Script einfach nur ausgeführt wird.

Besser ist es, die folgenden Befehle in die Kommandozeile einzugeben oder zu kopieren:

adb shell mv /data/local/tmp /data/local/tmp.bak
adb shell ln -s /data /data/local/tmp
adb reboot

Das Table startet neu.Es ist wichtig so lange zu warten, bis das Tablet wieder korrekt mit dem PC verbunden ist. Dann geht es weiter.

adb shell rm /data/local.prop > nul
adb shell „echo \“ro.kernel.qemu=1\“ > /data/local.prop“
adb reboot

Das Odys Noon startet nun neu und es ist notwendig, so lange zu warten, bis das USB-Debugging angezeigt wird und Windows meldet, dass es verbunden ist.
adb shell id
Ausgabe: uid=0(root) gid=0(root)

Wenn das da steht, kann es weiter gehen.
adb remount
adb push su /system/bin/su
adb shell chown root.shell /system/bin/su
adb shell chmod 6755 /system/bin/su
adb push busybox /system/bin/busybox
adb shell chown root.shell /system/bin/busybox
adb shell chmod 0755 /system/bin/busybox

BusyBox ist ein Toolkit, auf das viele Apps und Mods, die root brauchen, zurückgreifen. Deshalb installieren wir es hier mit. Es wird zum reinen rooten nicht benötigt, aber es empfiehlt sich. Benötigt wird dagegen SuperSU:

adb push SuperSU.apk /system/app/SuperSU.apk
adb shell chown root.root /system/app/SuperSU.apk
adb shell chmod 0644 /system/app/SuperSU.apk

Der RootExplorer muss auch nicht sein, stellt aber einen mächtigen Dateimanager dar und das erste App, mit dem man die root-Rechte testen kann.

adb push RootExplorer.apk /system/app/RootExplorer.apk
adb shell chown root.root /system/app/RootExplorer.apk
adb shell chmod 0644 /system/app/RootExplorer.apk

Fast fertig, nur noch folgende Befehle und einmal neu starten:

adb shell rm /data/local.prop
adb shell rm /data/local/tmp
adb shell mv /data/local/tmp.bak /data/local/tmp
adb reboot

Nach dem reboot findet man unter den Apps SuperSU und den RootExplorer (wenn mit installiert). SuperSU wird sich beim Start erst mal aktualisieren. Startet man dann den RootExplorer, sollte SuperSU fragen ob root Rechte gewährt werden sollen. Ist dem so, dann war der Vorgang erfolgreich.

Mein Absoluter Tip für ist übrigens die App TitaniumBackup. (hri)

Odys_Noon_root.zip

 

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