Haben Sie schon einmal wieder Lust gehabt Urlaub zu machen? In Just Cause, dem neuen Third-Person-Shooter von Avalanche und Eidos, werden Sie das können und zwar auf einer schier unendlichen Spielwelt mit einer Größe von 1.025 km², in der Sie sich dann austoben können. Die Fläche scheint auch angemessen, da unser Spielheld neben dem üppigen Waffenarsenal auch auf einen wohl noch nie erreichten Fuhrpark zurückgreifen kann. Sage und schreibe 90 Fahrzeuge stehen zur Verfügung! Lange Fußmärsche lassen sich also zu Lande, zu Wasser und in der Luft vermeiden. Also freuen Sie sich auf einen Arbeiteuerspielplatz, den Sie nie vergessen werden.
Die Story

Eine fantastische Aussicht
Sie sind Rico, ein spanischer Freiheitskämpfer, der sich einer Organisation angeschlossen hat, deren Ziel es ist alle feindlichen Regierungen unter Ihrer Flagge zu bringen. Neben den 20 Story-Missionen gibt es auch noch eine Vielzahl an Nebenmissionen, die es zu lösen gibt. Die typischen Aufgaben bestehen darin, Verbündete zu befreien oder zu helfen, feindliche Drogenbosse auszuschalten, aber auch Routine-Aufgaben gilt es zu erledigen.
Nachdem Sie ihren Boss gerade so vor dem Untergang gerettet haben, sind

Viele Fahrzeuge stehen Ihnen zur Verfügung. Oft mit Bewaffnung.
Sie in Ihrer Base bei einer Lagebesprechung und planen mit Ihrem Boss gerade den nächsten Clou. Sie müssen den Drogenboss El Presidente aus seinem Knast befreien, also schnappen Sie sich ein Fahrzeug und folgen dem roten Punkt auf der Map zum Ziel. Neben ein paar Polizeiwagen, die Sie aus den Weg räumen müssen, sind auch noch andere Regierungsmitglieder daran interessiert, Sie aus dem Verkehr zu ziehen. Zum Glück sind Sie mit einem recht großen Waffenarsenal bestückt und können so den Angreifern Parolie bieten. Erfolgreich am Knast angekommen, wird ihnen eine Script Sequenz vorgespielt, in der Ihnen gezeigt wird, wie Rico den Drogenboss aus dem Gefängnis befreit. Sie sind wieder am Zug und müssen es schaffen, gegen einer Horde Polizisten unbeschadet das Lager zu erreichen.
Das Gameplay

Besseres Zielen durch Schultersicht.
Neben den Aufträgen haben Sie auch noch eine riesige Insel, die frei begehbar ist. Auf der können Sie sehr stylische Sachen machen, wie z.B. von einem Auto zum anderen hechten oder aus dem Flugzeug springen um im letzten Moment den Fallschirm zu öffnen. Zudem können Sie im Wasser Jet-Ski, Speedboat oder ein Marineschiff steuern. In der Luft können Sie Sportflugzeuge und Jets fliegen und zu Land können Sie sogar mit einen Monster Truck fahren. Das ist aber noch nicht alles. Jedes mal wenn sie eine Regierung unter Ihrer Flagge gebracht haben, haben Sie zugleich ein Lager und ein Speicherpunkt mehr auf der Map. In den Lagern können Sie dann Ihre Energieanzeige auffrischen, die Munition auffüllen und neue Waffen bekommen. Dank Ihres GPRS-Systems haben Sie auch noch während des Spiels die Möglichkeit ein Dorf zu evakuieren oder Fahrzeuge per Hubschrauber anzufordern.
Leveldesign

Der bewaffneter Helikopter - eine gloreiche Erfindung, genau geeignet für ein Regimewechsel
Die Insel sieht mit ihren traumhaften Buchten und dem faszinierenden Urwald sehr idyllisch aus. Nur leider ist sie nicht sehr abwechslungsreich. Hier und dort gibt ein kleines Dorf, aber meistens bekommen Sie auf der Insel Trampelpfade und dichten Urwald zu Gesicht. Besonder im weiteren Verlauf des Spiels wirkt das sehr eintönig. Es gibt auch keine Tierwelt, die Sie bewundern können. Trotzdem wirkt die Insel, durch die gute Grafik und der hohen Bevölkerung auf der Insel, sehr realistisch.
Grafik

Die Stuntposition
Die Grafik ist auch wieder mit den neuesten HDR und Shader 3.0 Effekten bestückt und sieht somit echt Klasse aus. Leider sind die Charaktere und die Animationen nicht so besonders gelungen. Dafür ist das Wasser wieder erstklassig, man kann bis auf den Grund schauen und die Sonne spiegelt sich auf der Wasseroberfläche, was der Atmosphäre einen deutlichen Pluspunkt bringt. Wenn Sie in der Luft sind sehen die Wolken auch sehr volumetrisch aus und Sie können sogar hindurch fliegen und sehen so den milchigen Schweif der Wolken. Alles in Allem ist die Grafik neben ein paar Clipping-Fehlern fast perfekt.
Sound
Der Sound der Motorengeräusche ist sehr wirklichkeitsnah, dafür haben sich der Hersteller bei der deutschen Sprachausgabe weniger Mühe gegeben. Ansonsten ist der 5.1 Sound immer passend zur Situation. Sehr räumlich und angenehm.
Minimale Hardware Anforderungen
- Pentium 4 mit 1,7 GHz
- 512 MB Ram
- 7400 MB Festplattenspeicher
- Grafikkarte mit 128 MB
- Maus
- Tastatur
- Windows XP
Wertung
| Spielspaß | 80% |
| Grafik | 85% |
| Sound | 85% |
| Steuerung | 90% |
| Gesamt | 82% |
Links
Weitere Screenshots von Just Cause in der BildergalerieOfizielle HomepageEidos HomepageAvalanche HompageFazit

Just Cause ist eine gute Mischung aus Far Cry und GTA. Wenn man die etwas kleineren Bugs, wie die recht extreme Autosteuerung und die paar Clipping-Fehler in der Grafik weg lässt, ist es ein super Spiel. Jeder, der eine Alternative zur beliebten GTA-Reihe sucht, kann hier bei Just Cause also mit ruhigem Gewissen zugreifen. Getestet haben wir die Version für den PC, das Spiel ist aber noch zusätzlich für Xbox und PS2 erschienen.(cho)