Weiterhin viele AVM Fritzboxen unsicher

AVM_FRITZBoxNachdem im Februar 2014 bekannt geworden ist, dass eine Reihe von AVM Fritz!Box Routern eine eklatante Sicherheitslücke aufweisen, hat AVM recht fix reagiert und für die meisten Router ein Update bereit gestellt. Darunter auch für ältere Modelle, die eigentlich nicht mehr mit frischen Firmwareversionen versorgt werden.

Obwohl dies auch im großen Stil durch die Medien publiziert wurde, gibt es nach wie vor Benutzer, die davon nichts mitbekommen haben und so Opfer von Angriffen werden.

Diese Angriffe werden für den Verbraucher recht teuer. Die Angreifer verwenden entweder die Fritz!Box um zahlreiche teure Anrufe zu generieren, oder sie lesen die SIP Zugangsdaten aus und verwenden Software SIP Clienten um die Anrufe zu teuren Mehrwertrufnummern durchzuführen. Diese liegen zumeist im Ausland, z.B. Afghanistan. Hier kommen schnell hohe Gesprächsgebühren zustande. 600 Euro innerhalb von drei Tagen ist keine Seltenheit.

Da die Sicherheitslücke aktiv ausgenutzt wird, ist ein Update dringend notwendig. Wie es funktioniert, beschreibt AVM auf seiner Webseite: http://www.avm.de/de/Sicherheit/hinweis.html

Nicht alle Modelle werden von AVM direkt mit Updates versorgt. Fritz!Boxen mit einer speziellen Providerfirmeware (z.B. EWE Tel oder O2) sind hier auf den Provider angewiesen. Laut AVM sind hier aber auch die Rollouts bereits durchgeführt. Eine Detailtiere Liste stellt AVM auf der Webseite zur Verfügung: http://www.avm.de/de/Sicherheit/liste_update.html

Darüber hinaus ist es dringend empfehlenswert die Zugangsdaten von Diensteanbietern zu ändern, insbesondere die SIP Zugangsdaten. Bei kompromittierten Routern ist auch das Ändern der Onlinebanking Zugangsdaten anzuraten. (hri)

Bildnachweis: AVM Pressefoto

 

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